Braut, Bride to be, Heiratsantrag, Verlobung, Verlobungsring

Bride to be – der Heiratsantrag

Der Hochzeitsantrag – viele Frauen und Mädchen, die in ihrer Beziehung glücklich sind und ihren Traummann an ihrer Seite wissen, träumen von einem romantischen Antrag. So träumte auch ich schon einige Zeit von diesem Moment.
Phil und ich sind seit Oktober 2012 zusammen. Aus Freundschaft wurde Liebe. Und wer bereits beim dritten Date meine Begleitung zu der Hochzeit meiner Mutter ist, hat schon früh gemerkt, wie wichtig er mir ist. Wem ich dann noch meinen Vater vorstelle, der bei -10 Grad zum Grillen im Garten einlädt – der weiß erst Recht, wie ernst es mir scheint. Ich habe meinen Traumprinzen gefunden und möchte ihn nie wieder gehen lassen. Wir sind das perfekte Team und gemeinsam meistern und überstehen wir alles. Was zusammengehört, darf nicht mehr voneinander getrennt werden!

Hoffnung

So verstärkte sich der Wunsch nach etwa zweieinhalb Jahren Beziehung zunehmend, meinen Phil zu heiraten. Natürlich wurde das auch „sehr unauffällig“ kommuniziert. Zum Beispiel in gemütlicher Runde mit meiner besten Freundin Madeleine und ihrem Freund Malte. Malte und Phil schwitzen dann oft zusammen auf ihren Stühlen, wenn wir mit Zukunftsplanung und unseren Wünschen erstmal los legten: „Also der Antrag muss schon schön sein. Nicht in der Öffentlichkeit, aber es sollte schon was Besonderes sein. Am besten in einem Moment, in dem man gar nicht damit rechnet…“ oder „Es muss doch so schön sein, wenn ihr uns dann zum ersten Mal im Brautkleid seht.“ … usw! Die Unterhaltungen konzentrierten sich vielmehr auf Madeleine und meinen Dialog und stummes Nicken von Phil und Malte. „Also wir wollen euch ja auch nicht unter Druck setzen, aber iiiirgendwann Mal wäre es schon schön, zu heiraten“.

Erhoffter Heiratsantrag Nummer 1

Ein schöner Ring, nur noch nicht mein Verlobungsring.

Zum Glück wusste ich, dass der Wunsch Mann und Frau zu werden, nicht einseitig war und ich einfach nur abwarten musste. Abwarten und weiter hoffen. Als dann die erste Freundin aus dem Freundeskreis heiratete, wurde das Thema wieder aktueller. Noch aktueller wurde es, als ich zum dreijährigen Jahrestag einen Ring von Phil geschenkt bekam, den sicherlich auch viele Männer als Verlobungsring auswählten. Um genau zu sein, überreichte er mir nach dem Aufwachen im Bett einen CHRIST Diamonds Damenring in „traumhaft filigranem Design und zauberhaft funkelnden Diamanten“. Sofort dachte ich daran, dass ich nun meinen lang ersehnten Antrag erhalten werde und überlegte noch kurz, ob ein Antrag im Bett „schon was Besonderes“ ist. Vielmehr freute ich mich aber schon über den Antrag als auf die nicht ganz optimalen Umstände zu achten. Statt eines Antrages strahlte mich Phil allerdings an und sagte: „Alles Liebe zum Dreijährigen, mein Liebling. Ich bin unendlich froh dich an meiner Seite zu haben und schenke dir den Ring, damit du auch mal Schmuck von mir tragen kannst.“ Das war also mein erhoffter Heiratsantrag Nummer 1…

Die Hoffnung stirbt zuletzt: Wunschträume von Heiratsantrag Nummer 2

Der Ring an meinem Mittelfinger (!) funkelte und fiel vielen Menschen in meiner Umgebung auf. Einige, die mich neu kennenlernten fragten neugierig, ob der Ring denn eine Bedeutung hätte. Schön, wie sie noch das Salz in die Wunde streuten. Phil fand es lustig, wenn ich die Story erzählte – ich dagegen träumte weiter. Ich träumte bis zu unserem vierjährigen Jubiläum, denn zu diesem hatte Phil sich was „Besonderes“ ausgedacht. Ich sollte mich schick für den Überraschungsabend kleiden. Er führte mich in das Solar Sky Restaurant in Berlin aus. Dort bestellte er Champagner und wir verbrachten eine wunderschöne Zeit während wir kleine aber feine Portionen zu uns nahmen. Nach dem Restaurantbesuch kann man in der darüber liegende Bar noch einen Drink nehmen. Dort befinden sich auch die Toiletten. Als ich zum Ende des Essens schon mal eine Etage höher zu den Toiletten gehen wollte, wurde Phil ganz nervös und meinte, ich könne ja auch noch kurz warten, bis er gezahlt hätte. Ich wunderte mich etwas, aber dachte mir noch nichts dabei. Das Essen war vorüber und der winzige Funke Hoffnung, den ich vor dem Essen auf einen Antrag hatte, war schon verschwunden. Nun gut, Phil beglich also die Rechnung und wir gingen gemeinsam eine Etage höher. Dort konnte ich meinen Augen nicht trauen, denn meine besten Freunde standen „zufällig“ an der Bar. Ich freute mich so sehr über diese Überraschung und schaute strahlend und erwartungsvoll in die Runde. Dass Phil das so organisiert hatte, fand ich „sehr besonders“und ich konnte es nicht erwarten, gefragt zu werden. Pustekuchen! Ich wurde zwar zurück angestrahlt, aber nach etwa 30 Sekunden Strahlen, wurden die Drinks bestellt. Ich wollte allen eine Chance geben, nochmal alles zu besprechen und ging nun endlich zur Toilette. Als ich zurückkam, fand ich eine sehr entspannte Gruppe vor und dachte mir: „Das war also mein Wunsch von Hochzeitsantrag Nummer 2“. Wir verbrachten alle trotzdem einen wunderschönen Abend, gingen später overdressed auf eine WG-Party und die anderen denken bis heute amüsiert an meinen freudigen und erwartungsvollen Blick zurück.

Endlich: Mein Traum vom Heiratsantrag geht in Erfüllung … und Madeleine‘s Traum auch!

Heiratsantrag in der Karibik – ein Traum wird wahr.

Ein Viertel Jahr nach meinem geplatzten Wunsch von Antrag Nummer 2 bereiteten Phil und ich uns auf unsere Reise in die Dominikanische Republik vor. Ich hatte wenige Tage zuvor meine Masterarbeit abgegeben und bevor der Schritt in die 40-Stunden-Woche gewagt wird, belohnten wir uns nach Abschluss des Studiums mit einer Reise in die Karibik. Phil, weil er meine schrecklichen Launen, Verzweiflungs- und Wutausbrüchen aushalten sowie schlaflose Nächte während der Phase meiner Masterarbeit miterleben musste und mich wegen der harten Zeit als Studentin, die ich heute schmerzlich vermisse. Ich war nach wie vor sehr froh darüber, so einen tollen Mann an meiner Seite zu haben und freute mich riesig auf die gemeinsame Zeit in der Sonne.

Kurz bevor es losging, erhielt ich von Madeleine folgende Nachricht:
„Ich wünsche euch einen ganz ganz ganz tollen Urlaub und eine wunderschöne Zeit! Ihr habt es euch verdient. Die Reise wird bestimmt richtig schön. Ich freue mich schon darauf, mir im Büro tolle Strandfotos anzugucken.
Und schreib mir, wenn ihr gut angekommen seid, dann weiß ich, dass alles gut ist.
Und falls irgendwas Besonderes passiert, musst du mich unbedingt anrufen. Schließlich ist bald Valentinstag uuuuund ihr seid im Urlaub in der Karibik uuuuund du hast deinen Master und ihr arbeitet bald beide Vollzeit und und und …du weißt, woran ich denke…“
Klar, ich wusste es ganz genau! Ich stimmte Madeleine zu, ließ aber vermerken, dass ich mir nicht sicher sei und ich mit weniger Hoffnung auch weniger enttäuscht wäre, wenn er eben nicht fragen sollte.
Als wir im Resort ankamen, war ich überwältigt und wir verbrachten eine wunderschöne gemeinsame Zeit. Ich dachte natürlich nicht pausenlos und verbissen an den Antrag, sondern genoss die Zeit mit meinem Liebsten. Eines Morgens verriet sich mein zukünftiger Verlobter allerdings, indem er vortäuschte, er müsse zur Toilette. Danach schrieb ich Madeleine: „Es könnte echt sein… Phil war heute einmal voll lange weg. Eigentlich wollte er nur zur Toilette, aber noch nicht mal Durchfall dauert über eine Stunde“. Darauf antwortet Madeleine sofort: „Oh Gott wie aufregend! Ich hatte es im Gefühl. Und das lässt mich selten im Stich. Oh man ich wäre so gerne Mäuschen.“
Das stimmt, Madeleine‘s Gefühl und Träume lassen sie wirklich selten im Stich. So träumte sie schon in der Schule meine Noten, meinen Klausurergebnisse im Studium und wie sich später herausstellte auch den Heiratsantrag, den ich einige Tage später bekam.

Es war Valentinstag und wie Madeleine schon vorher prophezeit hatte, bietet dieser Tag einen guten Anlass für Verliebte und Heiratswillige. Ja, es wäre ein schöner Tag gewesen, nur eben nicht in Punta Cana, denn an diesem Tag regnete es monsunartig und Phils ursprünglicher Plan, von dem ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts wusste, fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Zwar ahnte ich zu diesem Zeitpunkt schon etwas von einer Überraschung, Phil schmetterte allerdings jegliche Mutmaßungen auf einen Antrag ab. Das machte er so überzeugend, dass ich Madeleine schon meine Verunsicherungen schrieb.

Drei Tage später, es war der 17. Februar 2017, holte Phil seine Überraschung nach. Ich sollte mich (mal wieder – das hatten wir ja schon mal bei Hoffnungsantrag Nummer 2) schick anziehen und los ging es. Vor dem Essen und auf dem Weg zur „Überraschungslocation“ schossen wir noch ein paar Fotos – Phils Aufregung spürte ich nicht. Dann waren wir angekommen und ich war hin und weg. Uns erwartete ein geschmückter Pavillon, es waren Rosen ausgelegt, der Tisch war gedeckt und uns begrüßte ein Kellner, der den gesamten Abend nur für uns zuständig war. WOW. Ich strahlte meinen zukünftigen Mann an und war ihm sehr dankbar für diese wundervolle Überraschung in schönster Umgebung. Ich konnte mein Glück kaum fassen und war mir nun auch sicher, dass er mich fragen würde. Wir setzten uns, der Kellner war überaus nett und aufmerksam, und fragte, ob er uns fotografieren solle. Klar, schöne Momente wie diese müssen festgehalten werden. Ich strahlte Phil an und war sehr gespannt darauf, wie der Abend weiter verlaufen würde. Wahrscheinlich hatte ich wieder diesen erfreuten, erwartungsvollen Blick, mit dem ich ihn ansah. Nun kam der erste Gang, der zweite Gang, der dritte Gang … Phil erzählte mir wie glücklich er mit mir ist, sagte mir wie sehr er mich liebt und dass ich für ihn die wichtigste Person in seinem Leben bin. Das in dieser umwerfenden Kulisse in toller Atmosphäre zu hören, war wunderschön. Doch das Essen neigte sich dem Ende und ich wurde etwas ungeduldig, weil ich schon Hoffnungsantrag Nummer 3 vor mir sah. Als Phil mich nach unserem dritten Gang fragte, ob der Kellner noch ein Foto machen solle, antwortete ich nicht ganz so liebevoll, dass er ja jetzt schon genug geknipst hätte und ich anscheinend doch noch ein paar Jährchen auf meinen Antrag warten müsse. Erst dann kam die Frage aller Fragen und ich denke immer wieder gerne an diesen magischen Moment zurück. Phil, mein Phil, kniete sich hin und sagte:

„Dann lasse ich dich nicht mehr warten: Ich möchte dich heute fragen, ob du mich heiraten magst!?“

Ich weiß nicht wie oft mein „JA!“ aus meinem Mund kam, es war sehr oft, ich war überglücklich. Wir werden heiraten! Wir sind verlobt! Ich bin die glücklichste Frau. Und der Antrag war ganz besonders, nicht in der Öffentlichkeit, wir hatten den Moment nur für uns (der Kellner war nämlich gerade das Dessert holen) und Madeleine hatte mal wieder richtig geträumt.

Mein wunderschöner Verlobungsring

Leave a Reply

Required fields are marked*