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Die Hochzeitskleidsuche: wie ich auch ohne „Zwischen Tüll und Tränen“ mein Traumkleid fand!

Viele Bräute haben schon – bevor sie überhaupt Braut sind – zahlreiche Ideen und Vorstellungen von ihrem perfekten Hochzeitskleid. Einige meiner Freundinnen haben auf Pinterest oder in einem sorgfältig angelegten Album auf dem Handy schon Fotos von wunderschönen Models, die traumhafte Brautkleider tragen, gesammelt ehe sie überhaupt die Frage der Frage von ihrem Liebsten gestellt bekommen. Und nicht nur meine Freundinnen sammeln fleißig Bilder von wunderschönen Bräuten, auch ich hatte mir schon eine tolle Sammlung angelegt bevor es ernst wurde.
Nur passen die wundervollen Designerkleider, die mir bei Instagram und Co. vorgeschlagen werden, auch wirklich in mein Budget und zu meiner Figur? Leider ist schön auch nicht immer gleich praktisch. So ein Model darf das Kleid nach erfolgtem Fotoshooting wieder ausziehen und trägt das Kleid in der Regel nicht den ganzen Tag und rockt damit noch abends eine Hochzeitsparty.

Wo fange ich bei der Brautkleidsuche an?

Ich hatte mich schon früh in die Kleider der Marke Pronovias verliebt. Stilvoll, edel und märchenhaft. Seitdem der Wunsch vom Heiraten besteht, sah ich mich in einem Pronoviaskleid. Als ich dann „Pronovias Preise“ googelte wendete sich das Blatt schnell. Upps! Mit diesem Budget hatte ich nicht geplant.

Also wälzte ich Hochzeitsmagazine und schaute mich wieder auf den allseits bekannten Portalen und Hochzeitsblogs nach anderen (bezahlbaren) Kleidern um. Es gibt so viele wunderschöne Kleider, doch nie sagte mir ein Kleid auf Fotos so ganz zu. Jedenfalls sah ich mich nicht darin. Das war vielleicht auch eine Erklärung dafür, dass ich mir mit der Brautkleidsuche bzw. mit dem Schritt in ein Brautmodengeschäft zu gehen, so viel Zeit ließ. Immer wieder kam die Frage von Freunde und Verwandten, ob ich denn schon mein Brautkleid hätte und häufig wurde mir mit einem kritischen Blick demonstriert, dass es doch nun langsam mal Zeit wurde.

Selbst ist die Trauzeugin

Zum Glück habe ich meine liebe und allerbeste Freundin Madeleine, die mir als Trauzeugin beruhigend zuredete, dass es sicher ein Kleid geben wird, welches mir gefällt und auch zu mir passt. Ich steckte zu dieser Zeit nicht nur mitten in den Hochzeitsvorbereitungen, sondern war auch beruflich sehr eingespannt. Madeleine vereinbarte für vier Wochenenden in verschiedenen Brautmodegeschäften in Berlin für mich Termine und meinte, wir können uns ja zunächst mal einen Überblick verschaffen. Ich fand es wirklich großartig von Madeleine, dass sie mich dabei schon so unterstützte und mir die Organisation der Terminvereinbarung und Recherche nach den passenden Brautmodegeschäften abnahm. Mit der besten Freundin spricht und schaut man natürlich schon mal gemeinsam nach Brautkleidern und so wusste Madeleine, was mir vorschwebte. Über bestimmte Designer oder Marken hatten wir nicht gesprochen. Umso überraschter war ich, als sie mir unsere erste Station mitteilte: Pronovias!

Ich freute mich riesig auf unseren ersten Termin in meinem Traumgeschäft. Das Budget war mal eben nebensächlich, wir können ja auch erstmal nur schauen. Schließlich ist es der erste Termin und es werden ja noch mindestens drei weitere Anproben folgen.

Wer kommt mit zur Brautkleidsuche?

Am liebsten hätte ich all meine 12 Brautjungfern, meine Mama, meine Tante, meine Schwiegermutter in spe und natürlich Madeleine mitgenommen – dass das nicht funktioniert ist klar. Nur wer „darf“ dabei sein und mit wem, teile ich andere schöne Momente? Ich wollte niemanden ausschließen, aber es können nun mal nicht alle mitkommen. Ich selber war bei einer meiner Brautjungfern bei ihrer Brautkleidsuche dabei. Wir waren damals zu viert und waren uns nie alle einig. Was ich mir für meine Suche wünschte war, dass meine Wünsche und mein Empfinden angenommen werden und trotzdem Kritik geäußert wird, wenn mir ein Kleid einfach nicht steht. Meine Mama ist nicht leicht zu begeistern und hat auch einen etwas anderen Geschmack als ich. Für mich war ganz klar, dass sie zu den Terminen mitkommen soll. Doch ich bat sie im Voraus, nicht überkritisch zu sein. Vielen Bräuten reichen zwei Begleiterinnen bei der Suche aus, ich entschied mich aber noch dazu zwei weitere sehr gute Freundinnen mitzunehmen. Wie gesagt, ich hätte gerne noch andere mitgenommen, aber zu viele Köche verderben den Brei.

Die erste Brautkleidsuche bei Pronovias in Berlin

Der Tag war also endlich gekommen. Ich durfte zum ersten Mal Brautkleider anprobieren. Ich war wahnsinnig aufgeregt. Mir spuckten viele Fragen im Kopf herum, z.B. ob ich mich gleich komplett ausziehen müsste für die Kleider oder meine Unterwäsche anbehalten dürfte. Und wie würde ich meine Vorstellungen beschreiben? Wie heißen nochmal gleich alle Formen und Schnitte? Wird den anderen auch ein Kleid an mir gefallen? Und hoffentlich verliebe ich mich in kein Kleid, das unbezahlbar ist. Werde ich in Tränen ausbrechen? Usw… Das Kopfkino war gigantisch. Und dann verlief alles ziemlich entspannt. Ich hatte das Glück von einer sehr sympathischen Verkäuferin empfangen zu werden. Nachdem sich meine Begleiterinnen und ich uns erstmal gesetzt hatten, fragte sie mich, ob ich Vorstellungen von meinem Traumkleid hätte. Meine Vorstellungen waren nicht besonders eingrenzend: lange Arme, Spitze, kein Meerjungfrauenkleid. Nun schaute ich erwartungsvoll in die Runde und dachte jede meiner Begleiterinnen dürfte ein Kleid aussuchen – so wird das doch in den Fernsehsendungen gemacht, oder?! Im Fernsehen und in anderen Brautgeschäften vielleicht schon, bei meiner Suche war das nicht der Fall. Ich ging alleine mit der Verkäuferin durch die Gänge und sie schlug mir Brautkleider vor. Da ich bei so vielen schönen Hochzeitskleidern schnell den Überblick verlor, fand ich dieses Vorgehen super. Die nette Verkäuferin hat mit ihrer Erfahrung Kleider ausgesucht, die zu meinem Typ passten und so gingen wir mit vier ausgewählten langärmeligen Kleidern in die wunderschöne Umkleidekabine.

Hier darf ich die Brautkleider anprobieren

Der Moment, in dem ich zum ersten Mal ein Brautkleid anprobieren durfte, war magisch. Das erste Kleid war zwar nicht mein Traumkleid, doch war die gesamte Atmosphäre, einfach wundervoll. Ich wusste schon beim Herausgehen, dass es nicht mein Hochzeitskleid sein wird, doch sehe noch die Blicke meiner Mama und meinen Freundinnen vor mir. Alle lächelten und schauten gespannt. Natürlich war die Spannung auf die anderen Kleider enorm und ich rechnete auch noch nicht damit, dass wir tatsächlich noch an diesem Tag ein Kleid finden werden. Brautkleid Nummer zwei war ein sehr schlichtes, eng anliegendes und figurbetontes Kleid mit einer schmalen Passform. Die Spitze fehlte hier komplett, aber als ich den Spiegel schaute, dachte ich „Wow“! Ich trat heraus und sah noch mehr Begeisterung in den Gesichtern meiner Jury als zuvor. Nun fragte ich zum ersten Mal vorsichtig nach dem Preis und die Antwort gefiel mir nicht ganz so gut wie das Kleid an mir. Das wäre nicht nur etwas überhalb des gesetzten Budgets, sondern über das Doppelte davon. Meine Mama war hinsichtlich unserer Location auch nicht sicher, ob ein „Diva-Kleid“ wie sie es nannte, zu einer Vintage Scheunenhochzeit passen würde. Ok, wir hatten ja noch weitere Kleider zum Anprobieren. Nun durfte ich ein Kleid anprobieren, das ebenfalls figurbetont und ziemlich eng war. Es hatte spitzenbesetzte Ärmel und zauberte einen Tattoo-Effekt auf die Haut. Ich trat heraus, strahlte und wusste, ich habe mein Kleid gefunden. Das „Wow“ von dem Kleid zuvor war vergessen, denn das Kleid war für mich „Wow hoch 100“. Das Kleid hatte eine wunderschöne lange Schleppe und als die Verkäuferin mir noch einen endlos langen Schleier aufsetze, war es um uns alle geschehen. Das Kleid und kein anderes! Wie es das Glück so wollte, lag das Brautkleid, mein Traumkleid, auch in unserem gesetzten Budget.

Mein Traumkleid
Ich liebe den Schleier

Nun kam doch noch was, was ich aus dem Fernsehen kannte. Wir durften alle mit Sekt anstoßen und freuten uns, dass wir so schnell mein Traumkleid gefunden hatten.

Cheers! Auf das Brautkleid

Und so ging es bei den nächsten Anproben weiter…

Mit der besten Trauzeugin auf eine erfolgreiche Anprobe anstoßen 🙂

Wie erging es euch bei der Brautkleidsuche? Oder seid ihr mittendrin? Wie viele Kleider habt ihr anprobiert, bis ihr euer Traumkleid gefunden habt? Wir freuen uns über Kommentare von euch!

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