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Das Hochzeitsbudget – wie viel kostet eine DIY-Hochzeit?

Das Hochzeitsbudget schon frühzeitig festlegen

Das Hochzeitsbudget umfasst ein Thema, das schon ziemlich früh in der Hochzeitsplanung berücksichtigt werden sollte. Zugegeben, wir hatten in der ersten Hochzeitseuphorie noch andere / geringere Vorstellungen der Kosten einer Hochzeit. Beschäftigen sich die Brautpaare aber erstmal mit den zahlreichen tollen Ideen und Dienstleistern, die sie sich für ihre Hochzeit wünschen, erweitert sich schnell der Kostenumfang. Das soll aber nicht heißen, dass nur teure Hochzeiten die besonders schönen sind. Emotionen kann man nicht kaufen und deshalb können auch Brautpaare mit kleinerem Hochzeitsbudget eine wundervolle Hochzeit feiern.

Hochzeitsbudet auf die Gästezahl anpassen

Zu Beginn der Hochzeitsplanung haben wir uns ein Hochzeitsbudget zwischen 15.000 und 20.000 Euro gesetzt. Jetzt, nach der Hochzeit kann ich euch verraten, dass wir mit dem Hochzeitskleid und Hochzeitsanzug die 20.000 Euro erreicht haben. Besonders zum Ende der Hochzeitsplanung, wenn die Hochzeit immer dichter rückt, war ich wesentlich spendabler als noch zu Beginn, als die Entscheidungen doch etwas überlegter ausfielen.

Viele Kosten sind von der Gästeanzahl abhängig und können daher relativ gut eingeplant werden. Wir haben mit 85 bis 90 Gästen unsere Hochzeit geplant und kalkuliert und dabei folgende Parameter, abhängig von der Gästeanzahl eingeplant:

Kostenfaktor: Hochzeitsmenü, Getränke und Hochzeitstorte

Besonders Essen und Getränke sind maßgebliche Kostenfaktoren, die von der Gästeanzahl bestimmt werden. Wir haben für ein Barbeque, also einer Live-Grillstation, leckeren Vorspeisen und Nachspeisen rund 65 Euro pro Gast eingeplant. Da wir uns für eine Hochzeitslocation entschieden hatten, in der alles selbstständig organisiert werden musste, kamen noch Zusatzkosten für das Servicepersonal (Kellner und Köche) hinzu. Wir hatten zahlreiche Angebote für das Catering, welche mit der Bezahlung von zusätzlichen Equipment (Kochstation, Geschirr usw.), Kosten für ein Hochzeitsbuffet von etwa 80 bis 90 Euro umfassten.

Rückblickend auf unsere Hochzeit und mit Bedacht auf viele Vergleichsangebote würde ich sagen, dass man seinen Gästen für 50 bis 70 Euro pro Person ein tolles Hchzeitsessen bieten kann. Aber auch für weniger gibt es passende und leckere Angebote. Die meisten Hochzeitslocations mit integrierten Restaurant/Catering stellen ja bereits das Servicepersonal und das Equipment zur Verfügung und inkludieren die Kosten hierfür schon in das Hochzeitsmenü /-buffet.

Unser Hochzeitsbuffet: Hier eine kleine Salatauswahl

Der Vorteil der Selbstorganisation in der Hochzeitslocation war, dass wir alle Getränke alleinständig organisieren konnten. Zwar mussten wir uns auch um einen Kühlwagen kümmern, doch haben wir alle Softgetränke und das Bier auf Kaution und zum Teil im Angebot gekauft, sodass wir hier wirklich viel Geld eingespart haben. Auch Spirituosen, Wein und Sekt haben wir frühzeitig im Angebot gekauft und konnten hier sparen. Je nachdem, was das Brautpaar anbieten möchte, bewegen sich hier die Preise. Wir hatten uns zum Beispiel dazu entschieden, keinen Champagner anzubieten und nur eine kleinere Auswahl an Longdrinks. Auch hier sind die Kosten wieder sehr variabel.

Unsere Getränkeauswahl

 

Unsere unglaublich leckere Hochzeitstorte

Auch für das Kuchenbuffet und besonders die Hochzeitstorte können Brautpaare eine beträchtliche Summe ausgeben. Wir haben uns für einen Mix aus „bestellt & DIY“ entschieden. Die Hochzeitstorte haben wir durch meinen besten Freund, der in einem Cateringunternehmen arbeitet, wesentlich günstiger bzw. von ihm geschenkt bekommen. Normalerweise hätte sie 500 Euro (für 100 Personen) gekostet. Da wir starke Esser unter unseren Gästen haben, wurde das Kuchenbuffet von selbgebackenen Muffins von Madeleines Oma und leckeren Kuchen und Torte meiner Mama und Tante ergänzt. Damit alles schön dekoriert werden kann, habe ich noch einen Candywagen für eine Mietgebühr von etwa 170 Euro (Mietdauer mit Lieferung, Auf- und Abbau) gemietet.

Hochzeitsdekoration: DIY und ausleihen

Wir haben uns für eine DIY-Hochzeit im Chic-Vintage-Style entschieden. Viele Dekoelemente wurden von Madeleine und mir sowie weiteren lieben Helfern alleine gebastelt. Hier kann man nicht nur viel Geld sparen, sondern auch seinen eigenen Ideen und der Kreativität freien Lauf lassen. Einige unserer DIY-Hochzeitsideen findet ihr hier. Auch für die Hochzeitsdeko und deren Umsetzung haben wir schon frühzeitig nach Angeboten geschaut. Die Candybar haben wir z.B. aus Weinkisten zusammen gestellt, die wir gebraucht über ebay Kleinanzeigen günstig erwerben konnten. Auch Holzpaletten eignen sich super für die Hochzeitsdekoration und nur wenige Tage nach der Hochzeit konnten wir die Paletten zum ähnlichen Preis wie erworben wieder weiterverkaufen. Einige Dekoelemente kann man auch super ausleihen. Wir haben uns für den Verleih eines Traubogens, von Limonadenspender und anderen kleinen hübschen Accessoires von dem Dekorationsverleih Happily Ever After entschieden.

Sparen ist gut, aber nicht am falschen Ende

Sparen ist natürlich immer gut und muss manchmal sogar sein, wenn Hochzeitspaare ein festgesetztes Budget haben. Auf einige Dinge haben wir verzichtet und das war auch gar nicht schlimm, denn wir haben unsere Hochzeitsfeier nicht am materiellen Wert gemessen.

Doch würde ich nicht an der falschen Stelle sparen und diese „Stellen“ sind für mich folgende Dienstleister: Trauredner, Hochzeitsfotograf – und/ oder -videograf und DJ. Ihr könnt und möchtet den Tag nicht wiederholen. Umso wichtiger ist, dass der Moment stimmt und für euch unvergesslich wird. Die Stimmung auf der Hochzeitsparty kann nicht erzwungen werden, jedoch kann ein guter DJ seinen Beitrag dazu leisten, die Hochzeitsgäste zu animieren und auf eure Bedürfnisse einzugehen. Wir haben uns bei der freien Traurednerin, dem DJ und unserem Videografen nicht für die günstigsten Anbieter entschieden, aber unserer Meinung (auch und vor allem im Nachhinein betrachtet) für die Besten, welche einen großen Beitrag für eine wundervolle Feier geleistet haben.

Dagegen haben wir auf eine Hochzeitsplanerin und ein Brautmake-up verzichtet. Für eine externe Hochzeitsplanung habe ich Angebote zwischen 1.200 und 1.500 Euro erhalten (inkl. Zeremoniemeister, Aufbau, Dekorationskonzept). Da ich mich selber gerne schminke und Brautstylings mit Hochzeitsfrisur schnell bei rund 500 Euro liegen, war für mich schnell klar, dass ich dieses Geld einsparen werde. Meine Brautfrisur hat übrigens nur 40 Euro bei meiner Lieblingsfriseurin gekostet.

Hier nochmal zusammengefasst die Dienstleister und Kostengruppen, die unabhängig von der Gästeanzahl sind:

Das Wichtigste: es ist euer Tag! Feiert genauso wie es euch gefällt

Ob Gartenparty, Scheunenhochzeit, Schlosshochzeit oder Blitzhochzeit in L.A. – egal ob 2.000 Euro Budget oder 35.000 Euro. Wichtig ist, dass eure Liebe im Vordergrund steht und es ein Fest wird, bei dem eure Liebe gefeiert und unvergesslich wird. Es gibt wahnsinnig viele tolle Angebote und Dienstleister, doch vergesst bei eurer Hochzeitsplanung nicht, worum es wirklich geht. Selbstgebasteltes zeigt häufig die Liebe zum Detail und es muss nicht alles perfekt und schon gar nicht teuer sein, kleine Patzer sind erlaubt und machen eure Feier vielleicht umso charmanter.

 

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